Forschung der Gynäkologie

Nachsorge bei Vulva- und Vaginalkarzinom

Abstrakt

Forner, D.M., Dannecker, C. Gynäkologe 54, 94–98 (2021)

Die Karzinome der Vulva und Vagina gehören mit 3330 und 486 Neuerkrankungen im Jahr 2016 zu den seltenen Malignomen. Insgesamt haben diese eine relativ gute Prognose, die Fünfjahresüberlebensrate beim Vulvakarzinom liegt bei über 75 %. Jedoch kommt es in fast einem Drittel der Krankheitsfälle zu einem Rezidiv, wobei gerade frühzeitig diagnostizierte Lokalrezidive eine ähnlich gute Prognose wie die Primärerkrankung haben. Aus diesem Grund hat die Nachsorge einen hohen Stellenwert. Neben der Rezidiverkennung geht es aber auch darum, Lebensqualität zu erhalten und der Patientin eine psychosoziale und psychoonkologische Begleitung und Betreuung im Rahmen der Tumornachbehandlung zu geben. In der Nachsorge spielt die klinische gynäkologische Untersuchung die Hauptrolle. Ergänzung findet sie in der Kolposkopie und der Sonographie der Leistenlymphknoten. Radiologische Verfahren werden in der Regel nur zur Abklärung klinischer Befunde eingesetzt. Da die meisten Rezidive innerhalb der ersten 2 Jahre auftreten, ist in dieser Zeit ein vierteljährliches Intervall sinnvoll, das danach auch auf ein halbjährliches verlängert werden kann.

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