Was bedeutet Frührehabilitation?
Die geriatrische Medizin verknüpft die somatische Medizin mit rehabilitativen Maßnahmen. Dadurch versuchen wir, die Selbständigkeit unserer Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen, sodass sie möglichst ohne Beschwerden, ohne Betreuung und unter Erhaltung der bisherigen Fähigkeiten, Funktionen und sozialen Bindungen leben können. Dabei setzt die geriatrische Frührehabilitation optimaler Weise zeitgleich mit der akutmedizinischen Therapie ein oder zum frühestmöglichen Zeitpunkt.
In unserer Geriatrischen Klinik setzen wir alle modernen Maßnahmen der Rehabilitation und Frührehabilitation ein. Im Sinne von Fördern durch Fordern legen wir etwa nach Schlaganfällen, Operationen, Intensivbehandlungen, schweren Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen oder Tumorerkrankungen realistische Ziele fest. So können wir dazu beitragen, dass die körperliche Belastbarkeit und Mobilität wieder zunimmt, dass sich viele Patienten spürbar erholen, das Stehen und Gehen wieder erlernen und chronische Schmerzsyndrome erfolgreich therapiert werden.
Die geriatrische Frührehabilitation sieht in der Regel die Versorgung von eingeschränkt rehabilitationsfähigen Patienten oder Patienten mit noch unsicherer Rehabilitationsprognose vor. Es handelt sich um geriatrische Patienten, die zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme durch akute und/oder chronische Erkrankungsprozesse frührehabilitationsbedürftig und erhöht pflegebedürftig sind.
Eine „klassische" Rehabilitation setzt jedoch eine weitreichende Pflegeunabhängigkeit voraus, weshalb der ältere Mensch nach akuten und/oder chronischen Erkrankungen eine „klassische" Rehabilitation häufig nicht in Anspruch nehmen kann.